Magic Leap One Hands-on: Erfahrungen mit der AR-Brille

Nach langer Wartezeit hat Magic Leap gestern seine AR-Brille Magic Leap One enthüllt, die nächstes Jahr als Creator Edition auf den Markt kommen soll. Neue Informationen liefert jetzt ein Hands-on, das auch die große Frage nach dem Sichtfeld halbwegs beantwortet.

Magic Leap One: FOV einer VHS-Kassette

Der Rolling-Stone-Reporter Brian Crecente hatte die Gelegenheit, die AR-Brille Magic Leap One vor Ort beim Unternehmen für eine Stunde auszuprobieren. Wobei unklar ist, ob es sich schon um die Creator Edition oder einen früheren Prototyp handelte. Er beschreibt die Brille als leicht, modern, aber nicht unbedingt stylish. Um sie aufzusetzen, muss man eine Kunststoff-Krone nach links, rechts und hinten auseinanderziehen. Danach kann man die Magic Leap One wie ein Kopfband befestigen. Die Vermutung lag nah, dass die Magic Leap One Kopfhörer besitzt. Crecente bestätigt das und spricht von winzigen High-End-Lautsprechern, die im Gehäuse stecken.

Interessant ist, wie Crecente das Field of View beschreibt: Es wäre so, als halte man eine Videokassete mit halbem Armabstand vor die Augen. Wieviel Grad Sichtfeld die Magic Leap One also konkret bietet, bleibt demnach noch eine grobe Schätzung. Was genau das Display leistet, ist ebenfalls unbekannt: Jedenfalls wirken dargestellte Objekte nicht transparent.

Demo und Controller

Den Controller, der sechs Freiheitsgrade bietet, beschreibt der Reporter als rundes Stück Kunststoff, das komfortabel in der Hand sitzt. Die Steuereinheit bietet einige Buttons sowie ein Touchpad und haptisches Feedback. Insgesamt fühle sich der Controller durch sein geringes Gewicht wie ein Spielzeug an, aber nicht billig.

Der Reporter durfte naturgemäß einige Demos ausprobieren. In einer befand er sich in einer Science-Fiction-Welt. Das Erscheinen von Kreaturen, die wirkten, als wären sie wirklich im Raum, beschreibt er als „erschreckend“. In einer anderen Demo konnte Crecente einen schwebenden Roboter in Augenschein nehmen. Je näher er dem Objekt kam, umso mehr Details waren zu erkennen. Der Roboter wirkte zudem wie ein echtes Objekt, nicht wie eine Projektion. Außerdem gab es ein Multi-Mointor- und TV-Set-up, bei dem vier Gerätegleichzeitig liefen. Potential zeigte auch eine andere Demo, bei der man einer virtuellen Frau begegnet. Große Interaktionsmöglichkeiten bot diese Erfahrung allerdings nicht.

Weitere Details findet man im Artikel des Rolling Stones. Auf der Webseite von Magic Leap können sich Interessierte zudem für einen Newsletter anmelden.

(Quellen: Road To VR/Rolling Stone)




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